Als Ex-Militär gebe ich mal mein spärliches Wissen zu den sehr vagen Regeln weiter.
Generell ist es nicht akzeptabel, öffentlich Dinge zu tun, die ein schlechtes Licht auf deinen Status als Mitglied des US-Militärs oder auf das Militär allgemein werfen. Das kann alles sein, von einem negativen Facebook-Kommentar über den Präsidenten bis hin zu AngryCops, der Videos macht.
Aber wie bei allem im Militär hängt es komplett von deiner Befehlskette ab. Wenn du ordentliche soziale Skills hast (die lujan offensichtlich hat), kannst du dich aus vielen Problemen einfach rausreden, wenn der Vorgesetzte/Kommandeur kein kompletter Arsch oder Hardliner ist, und der Scheiß wird unter den Teppich gekehrt. Oder wenn der Kommandeur ein Hardliner ist oder dich aus irgendeinem Grund nicht mag, kann er dir das Leben zur Hölle machen und dir das ganze Gesetzbuch um die Ohren hauen. Das Militärjustizsystem ist ein bisschen im Arsch für Leute, die nicht a) sympathisch oder b) komplett brav und angepasst sind. Vetternwirtschaft und Günstlingswirtschaft grassieren. Wenn sie einen Kommandeur hat, der schwach ist und ihr in den Slip will (komplett inakzeptabel übrigens), kann sie potenziell mit allem davonkommen, solange es keiner weiter oben in der Kette rausfindet.
AngryCops kommt wahrscheinlich damit durch, weil er ein guter, sympathischer Typ ist, der für sich selbst einsteht. Aber ich garantiere, dass er schon oft in so manches Büro eines Offiziers zitiert wurde, um sich zu erklären.
Bei öffentlichen Social-Media-Posts sind sie strenger als bei dem, was du privat machst, aber das Hauptproblem ist, damit zu werben, dass du Mitglied der Streitkräfte bist, während du gleichzeitig etwas tust, wofür die Streitkräfte nicht stehen. Seit ich raus bin, hat sich wahrscheinlich auch viel geändert. Vielleicht drücken sie als Rekrutierungsmaßnahme ein Auge zu.